Das Saphenastripping in der modernen Gefäßchirurgie unterscheidet sich ganz wesentlich vom klassischen Stripping nach Babcock. Aufgabe der präoperativen Diagnostik ist es unter anderem den insuïzienten (schwachen) Abschnitt der jeweiligen Stammvene darzustellen. Nur dieser Teil wird chirurgisch entfernt. In aller Regel wird die Oberschenkelvene (Hach-II-III-Insuïzienz) isoliert gestrippt. Einzelne Nebenäste werden vorher ligiert, das Stripping erfolgt unter steriler Kompression.
Eine HACH-IV-Insuffizienz bis zum Knöchel liegt nur sehr selten vor. In diesem Fall wird die Vena saphena am Oberschenkel gestrippt, während sie am Unterschenkel, um Nervenschäden zu vermeiden, über kleine Zugänge phlebektomiert (entfernt) wird.